Perlen sind die einzigen Schmuck-„Steine“, die ein Lebewesen erschafft — und die einzigen, die fertig aus der Natur kommen: kein Schliff, keine Politur. In unseren Kollektionen — etwa Perléa — arbeiten wir vor allem mit Süßwasserperlen, Keshi-Perlen und Tahitiperlen.
Die 5 Qualitätsmerkmale: ① Lüster — der Spiegelglanz, wichtigstes Kriterium überhaupt, ② Oberfläche — je makelloser, desto wertvoller, ③ Form — rund ist klassisch, barock ist charakterstark, ④ Farbe — vom warmen Weiß bis Anthrazit mit Überton, ⑤ Größe — größer ist seltener.
Süßwasserperlen: die Vielseitigen
Sie wachsen in Muscheln, die mehrere Perlen gleichzeitig bilden können — das macht sie zugänglicher, ohne dass Schönheit fehlt: Hochwertige Süßwasserperlen erreichen heute einen Lüster, der früher Akoya-Perlen vorbehalten war. Ihre Farbpalette von Weiß über Rosé bis Lavendel ist vollkommen natürlich.
Keshi-Perlen: die Eigenwilligen
Keshis („Mohnkorn“) entstehen ungeplant, ganz ohne Kern — reine Perlmuttschichten in freien, barocken Formen. Keine gleicht der anderen, ihr Lüster ist oft außergewöhnlich intensiv. Für Unikatschmuck sind sie ein Geschenk: Die Form gibt das Design vor.

Tahitiperlen: die Dramatischen
Die „schwarzen Perlen“ aus Französisch-Polynesien sind selten wirklich schwarz — ihr Anthrazit schimmert grün, aubergine oder pfauenblau. Sie wachsen in der Schwarzlippigen Perlauster und gehören zu den wertvollsten Zuchtperlen der Welt.
Wie pflege ich Perlenschmuck richtig?
Perlen bestehen aus Perlmutt — organisch und empfindlich gegen Säure, Parfum und Trockenheit. Die Regeln: zuletzt anlegen, zuerst ablegen, nach dem Tragen mit weichem Tuch abwischen, niemals ins Ultraschallbad, getrennt aufbewahren. Perlenketten sollten je nach Tragehäufigkeit alle paar Jahre neu geknotet werden — das übernehmen wir im Atelier.
Echt oder Imitat — wie erkenne ich den Unterschied?
Der bekannteste Schnelltest: Echte Perlen fühlen sich an den Zähnen leicht rau an, Imitate glasglatt. Verlässlicher ist der Blick durch die Lupe auf Bohrloch und Oberflächenstruktur — im Zweifel prüfen wir Ihre Perlen gern kostenlos im Atelier.
